Natürlich ist die Blende eine entscheidende Größe. Jedoch ist es Abhängig vom Aufnahmeformat wie groß der Zerstreungskreisdurchmesser sein darf. Im GF macht man sich auch bei Blende f/45 noch keine Gedanken zur Beugungsunschärfe. Aufgrund der enormen Pixeldichte im digitalen sind die aus der analogen Zeit hergebrachten Formel jedoch auf dem Kopf gestellt. Ich meine sogar mal gelesen zu haben das die 7D aufgrund ihrer hohen Pixeldichte eine höhere Blende als f/9 nicht mehr verträgt. Ab hier soll die Beugung schon zuschlagen. ? Unabhängig vom verwendeten Objektiv!
Es ist ja immer die Frage wieviel Tiefenschärfe benötige ich und wie weit bin ich eventuell bereit mit der Beugungsunschärfe zu leben. Bei normalen Betrachtungsabständen/Vergrößerungen ist das oftmals zu vernachlässigen. Wer seine Aufnahmen immer bei 100% ansieht wird das im direkten Vergleich schon sehen können.
Warum werden denn so viele Objektive neu Berechnet? Das 2.8/70-200L ist doch eigentlich ne ordentliche Linse. Jedoch nicht mehr an Megapixelboliden. Hier zeigen sich ehemals ganz hervorragende Linsen schwach. An meiner 1D kann ich so ziemlich jede Linse anschließen und erhalte technisch saubere Bilder. Das selbe Glas an meiner 5D II offenbart aber die Fehler der Optik.
Canon hat doch auch einen 120 MP Sensor im APS-H Format entwickelt. Kann scih ja mal jeder ausrechnen was die Optiken leisten müssen und wie da die förderliche bzw kritische Blende aussieht. Beugung eventuell schon bei f/2.8 .
Gruß
Andreas
Edit: Ein GF Objektiv welches ich an GF locker bei Blende f/45 fahren kann wird dieses nicht an einer KB Kamera können ohne das man sich Gedanken zur Beugung zu machen hat.